trio Friedrich – Hebert - Moreno
"CD des Monats"
Rondomagazin, 2006
"5 Sterne"
The Irish Times, 2006
"Sagenhaft, was dem Pianisten Juergen Friedrich auf der Trio-CD Seismo gelingt. Durch die blosse Reduzierung der Lautstaerke taeuscht er eine Liebenswuerdigkeit vor,
hinter der sich Strudel an Leidenschaft auftun."
Jazzthing 2006
"Das Dreamteam. Juergen Friedrich, einer der kultiviertesten Pianisten der Szene, und Hebert - Moreno, das Bass - Drums - Team par excellence, erreichen Stufen der Interaktion, die Vergleichen mit den
besten Aufnahmen von Bill Evans und Paul Bley locker standhalten."
Juerg Sommer, Aargauer Zeitung/CH, 2006
"In der Jazzgeschichte gab es nur wenige Trios, deren Mitglieder so intensiv miteinander kommunizierten wie der Pianist Juergen Friedrich, der Bassist John Hebert und der Schlagzeuger Tony Moreno.
Bill Evans, Keith Jarrett, Joachim Kuehn, Myra Melford deuten das Niveau an, auf dem sich der Koelner und seine amerikanischen Partner nun schon zum wiederholten Male bewegen - selbstverstaendlich mit
einem voellig eigenen Ansatz. Ihre Musik ist so weitraeumig und offen, so harmonisch und freundlich, so sparsam und reich, dass sie unverwechselbar ist. Hier gibt es nichts †berfluessiges. Jeder Ton,
jeder Akkord, jeder Schlag mit dem Besen oder Stick, jede Verzoegerung, jedes Warten, jedes Fliessen hat seinen Zweck. Die drei spielen Ensemblemusik im besten Sinn des Wortes. Jeder nimmt sich zurueck
und ist doch stets praesent, und jeder wechselt fast unmerklich zwischen Vorder- und Hintergrund. Dieser permanente Wechsel ist so fein ausbalanciert wie ein kurzfristiges, enorme Spannung erzeugendes
Anziehen oder Vermindern von Tempo und Intensitaet. Die kommunikative Stimmung, der permanente Wechsel der Farben, das Warten und Loslegen, die Vereinigung und das Widersprechen, das bestaendige
Ineinandergreifen und die unendlich tiefe Harmonie leben noch lange nach dem Ende der CD im Hoerer weiter. Eine herrliche Platte!"
Werner Stiefele, 2006
"Wie kaum ein anderer der zahlreichen jungen Pianisten verbindet er ausgesprochen luftiges Spiel mit komplexer Fuelle, Freiheit mit Struktur."
Klaus Muempfer, Jazzpodium, 2006 (ueber Solokonzert)
"In jedem Moment wird die Klasse des Bassisten John Hebert deutlich."
The Irish Times, 2006
"Meister des Subtextes ist der Schlagzeuger Tony Moreno."
Jazzthetik, 2006
"Das Trio ist in der Lage nahtlos von Rubato zu Straight - Ahead, von freien zu festgelegten Passagen ueberzuwechseln."
Jazzthetik, 2006
"Faszination moderner expressiver Klangwelten, in die einzutauchen unglaublich viel Freude macht. Wahrhaft grosse Kunst. Ein Gluecksfall in der deutschen Szene."
Jazzcorner, 2006
"Trio-Platte von internationalem Top-Format. Hier korrespondiert ein hohes kompositorisches Handwerk mit einem Zusammenspiel, das in seinen besten Momenten nicht weniger als magisch ist.
Ob lyrisch und melodioes oder frei und expressiv, die Klangsprache des Trios ist stets aus einem Guss. Dass alle drei Meister ihres Instruments sind, versteht sich von selbst.
Daraus entsteht hier aber erst das eigentliche, sozusagen vierte virtuelle Instrument: das Trio. Eine bemerkenswert runde Einspielung."
Jazzpodium 2006
"Die drei Musiker schlagen wie im Vorbeigehen Bruecken zwischen den Stilen: Die Tadition des Modern Jazz verbinden sie mit freien Improvisationen
bis an die Grenze zur Aufloesung aller Strukturen, um sich dann wieder auf kammermusikalischen Wohlklang einzulassen. Aus impressionistischen Miniaturen bilden sich
expressive Jazz-Kompositionen heraus, die sich entfalten, aufloesen und wieder zusammensetzen. Beeindruckende, ungemein vielschichtige Kommunikation. Staendig
herrscht Spannung und Abwechslung. Interessante Gespraeche,
niemals Palaver"
Kasseler Zeitung, 2005
"Die Kunst der musikalischen Kommunikation zelebrierte das aussergewoehnliche Trio Friedrich-Hebert-Moreno. Die drei verstehen es, eigene Ausdrucksformen und
brilliante Spieltechnik ganz selbstverstaendlich zu praesentieren. Juergen Friedrich ist nicht nur ein ungemein aussagefaehiger lyrischer Pianist, sondern auch
ein gefragter Komponist und ein Wanderer zwischen den Welten, der sich in wenigen Jahren ein eigenes Profil erarbeitet hat. Mit John Hebert und Tony Moreno hat
er zwei Seelenverwandte gefunden. Zu Dritt schaffen sie eine Vielzahl von Klaengen und Stimmungen; sie beherrschen die Kunst des gleichberechtigten Zusammenspiels
und Interaktion. Bei aller Souveraenitaet des Einzelnen steht die Gemeinsamkeit im Vordergrund. Dabei lotet jeder Musiker seine Freiraeume deutlich aus. In dieser Zwiesprache meint man keine Regeln zu finden, dennoch ist jedes der Stuecke in sich stimmig und voll unterschiedlichster Klangfarben und Lautmalereien, in denen Jazz aber auch klassische Elemente zu finden sind. Eines der ganz wichtigen Klaviertrios.
Ein ueberzeugender Abend."
Suedkurier, 2005
"Kein Rueckzug auf sicheres Terrain. Friedrichs Blick geht zielstrebig nach vorn.
Mal aufbrausend, pulsierend, ekstatisch. Mal filigran und von einer Schoenheit, dass man in Ehrfurcht erstarren moechte. Ausverkauft. Rasender Applaus."
Braunschweiger Zeitung, 2005
"Das Zusammenspiel dieser vier Musiker gehoert in die Kategorie "ausserordentlich""
Osnabruecker Zeitung, 2005
"Ein ausgezeichnetes Pianotrio, das eher im romantischen Fliessen der Elemente zu Hause ist, nimmt als Gastsolisten einen ausgewiesenen Powerblaeser
in seine Mitte. Und siehe da: Verstand und Gefuehl, Empfindsamkeit und Leuchtkraft, Innigkeit und Feuer gehen Hand in Hand. Dave Liebman ist einer der
profiliertesten Sopransaxophonisten der Gegenwart. Die Melodiositaet seiner Linien und die reiche Lichtfuelle seines Tons fuehren durch funkelnde Phantasiewelten
der Kompositionen Friedrichs, denen sich der Solist vorbehaltlos und mit einem Hoechstmass an emotionaler Intelligenz naehert. Das Trio aus Juergen Friedrich am
Fluegel, John Hebert am Bass und Tony Moreno am Schlagzeug agiert als Klangkoerper eigener Praegung, laesst die Poesie in den kleinen Dingen zu Wort kommen.
Die Drei harmonieren in filigran strukturierter und fein ausbalancierter Triokultur, sind in gleichberechtigter Balance und freimuetiger Empfaenglichkeit ohne
hermetische Selbstgenuegsamkeit offen fuer die Zusammenarbeit mit Liebman. Das Miteinander des Trios mit dem Solisten erschliesst sich vielleicht am Besten vom
letzten Stueck des Abends her: Coincidence laedt, wie es Juergen Friedrich formuliert, den Zufall ins Spiel ein. Von blindem Zufall jedoch kann da selbstverstaendlich keine Sekunde lang die Rede sein, eher von der kommunikativen Offenheit, wie sie sich im echten Dialog ergibt, der nicht hoeren will, was er sowieso schon weiss, sondern offen ist fuer Neues."
Dr. Tobias Boecker, 2005
"Ein Trio mit Gaststar. Dennoch eine Band, eine geschlossene Einheit. Wie ist das moeglich? Es ist eben die gemeinsame Sprache, die das Trio
Friedrich-Hebert-Moreno mit dem Saxophonisten Dave Liebman zelebriert. Ein gelungenes Unterfangen deshalb, weil die Musik fantasievoller nicht haette klingen
koennen, ein anderer als Liebman nicht besser harmonieren koennte. Es ist also moeglich ein bestehendes Bandkonzept zu erweitern, die Mischung macht's.
Das Trio um Juergen Friedrich besteht im siebten Jahr. Kennen gelernt hat der junge Deutsche seine aktuellen Mitstreiter bei einer Jam Session in New York. Das allein kann entscheidend sein, wie man weiss.
Wenn es denn sofort funktioniert, laesst sich eigenes Material erarbeiten, verfeinern, das Zusammenspiel optimieren und heraus kommt eine Band, die eine grosse Zukunft hat. Dies unter Beweis zu stellen
faellt Juergen Friedrich sicher nicht mehr schwer, so individuell, so vielfaeltig, so eigenstaendig und brillant musizieren die Akteure. Raffiniert, erhaben, mit viel Finesse kommuniziert das Trio,
scheinbar schwerelos erschliessen Friedrich, der Kontrabassist John Hebert und der Schlagzeuger Tony Moreno ganze Musiklandschaften. Gleichberechtigt agieren sie als Team, wie die Namensgebung ihres Trios
verraet, als geschlossene Einheit ueberzeugen sie ab der ersten Note.
Da ist einmal Friedrich selbst, der eine musikalische Reife an den Tag legt, die seiner vielschichtigen Neugier mehr als gerecht wird. Mit der inneren Logik eines Keith Jarret vertraut, aber ohne dessen
Duktus zu uebernehmen, bleibt er immer kurzweilig und undurchschaubar. Er vermeidet es zu spielen, was wir gewohnt sind zu hoeren. Frei und ungebremst entdeckt er seine Melodieboegen in einer Art und Weise,
die frischer nicht sein koennte, entwickelt Klangbilder, die aufwuehlender nicht sein moechten. Aesthetisch, aber immer hinterfragend, ohne Eile, ohne Allueren und ohne Sperenzien, immer dicht an der Musik.
Seine eigene Musik. Schliesslich steuert Friedrich die meisten der an diesem Abend gespielten Kompositionen selbst bei.
Aber auch Kontrabassist John Hebert schreibt fuer das Trio, kredenzt sich ein Solo, das an den fruehen Dave Holland erinnert, als der im progressivsten aller Chick Corea-Trios "Circle" spielte, damals
Anfang der Siebziger. Ganz grosser Jazz. In der Manier eines Scott LaFaro zimmert Hebert den Rahmen fuer ideenreiches Interplay. Will sagen, ja, sie ist da, die Tradition, bei allen. Immer fuehlbar, immer praesent. Es swingt, wenn es frei wird. Es atmet aber auch, wenn gegroovt wird.
Diesen Umstand verdanken wir natuerlich auch Tony Moreno. Er besticht mit seinem Touch, seiner Dynamik und seiner Eleganz, versiert ist er ohnehin. Die wahre Energetik von laut und leise scheint er wie
kein Zweiter verstanden zu haben, hoeren tut er sowieso alles. Als einer der wenigen Drummer in der Gems schafft es Moreno auf dem vom Jazzclub ueblicherweise gestellten Schlagzeug einen warmen Sound zu
produzieren. Mit Hebert, dem emanzipierten Traumwandler, bildet derzeit Moreno sicher eine der spannendsten Rhythmusgruppen.
Und Liebman? Nun, Liebman ueberzeugte wieder einmal mit seinem einzigartigen Ton und seiner teils hoelzernen und sperrigen, teils melancholischen und klagenden Sprache. Der unverwechselbare Liebman:
Ein Riese unter den Sopransaxofonisten, der sein Instrument entscheidend mitgeformt hat, mit keinen Geringeren als John Coltrane, Steve Lacy, Dexter Gordon und Wayne Shorter. Entscheidend fuer seine wahre
Groesse ist aber noch mehr die Tatsache, dass er sich perfekt integrieren kann in diesem so hervorragend eingespieltem Trio."
Patrick Manzetti, Suedkurier, 2005
"Die Musik des Trios Friedrich-Hebert-Moreno scheint wie gemacht fuer Liebman. Die Band und ihr Gast harmonierten hervorragend. Zusammen boten sie das fuer den Anlass erhoffte grosse Konzert."
Westdeutsche Zeitung zum 25-jaehrigen Jubliaeums des Jazzklub Krefeld 2003
"Der renommierte US-Saxofonist Dave Liebman, der als Gast das Trio im domicil verstaerkt, passt mit seinem unglaublich ausdrucksstarken und markanten Saxofonlinien ideal zum Gestus der Band. Abstraktion, Intelligenz und Raffinesse zeichneten den Auftritt der vier brillianten Musiker aus."
Christoph Giese, Westfaelische Rundschau, 2003
"Resistance ist eine der brilliantesten Klaviertrio-Platten, die seit langem erschienen sind – köstliche Gespräche über klug komponierte Themen, keine leere Demonstration von Technik, sondern sinnvolles Musizieren, frei und doch tonal, konservativ und doch nach Neuem greifend. Besser geht`s kaum.
Interpretation und Klang: 5 Sterne (von 5)"
Stephan Richter Fonoforum, 2003
"Der Pianist Jürgen Friedrich, der Bassist John Hebert und der Schlagzeuger Tony Moreno musizieren auf ihrer Platte "Resistance so sensibel und interaktionsreich, wie dies nur den Besten der Welt gelingt. Sei es eine Ballade oder das rasant pulsierende "Sonnet": Stets kommunizieren drei gleichberechtigte Musiker miteinander. Auch in drei Solostücken spielt jeder so fantasievoll, dass sein Instrument mit sich selbst Zwiegespräche zuführen scheint."
Werner Stiefele, Stereoplay, 2003
"Musikalisch abstrakt und raffiniert ausgearbeitet, gleichzeitig aber auch sinnlich, erdig und elegant."
Martin Laurentius, jazzthing, 2003
"Stück für Stück erfinden Friedrich, Hebert und Moreno auf der CD Resistance das Klaviertrio neu. Fast ist man erstaunt wie souverän sie auf die unterschiedlichsten Kompositionen eingehen und vermeintliche Konstanten des Triospiels wie Ausdruck oder Besetzung hinterfragen und aufs Neue entwickeln. Dabei folgen die Stücke einer inneren Logik, die die Vielfalt zur Einheit rundet.
Die Demokratie steckt bei dieser Gruppe nicht nur im unprätentiösen Namen, sondern auch in der Musik."
Stefan Arndt, Jazzthetik, 2003
"Dass mit Jürgen Friedrich seit Jahren ein hervorragender Pianist und Arrangeur auf der deutschen Szene ist, dessen grosse Abstraktionsfähigkeit immer wieder erstaunt, ist nun schon länger bekannt. "Resistance", seine dritte Trio-CD mit dem Bassisten John Hebert und dem Schlagzeuger Tony Moreno, beide aus New York, zeigt, dass es immer weiter bergauf mit ihm und dem Trio geht. Geprägt ist die Aufnahme von einer traumwandlerischen Kommunikation der drei Musiker, die sich gegenseitig viel Raum geben, um die Möglichkeiten ihrer Instrumene auszuloten. Friedrichs lyrisches Konzept sticht dabei besonders hervor. Die Stücke sind nicht einfach nur intelligente Kompositionen, sondern kennzeichnen eine ausserordentliche Vielfalt von unterschiedlichen Bildern und Geschichten."
Hans-Jürgen von Osterhausen, Jazzpodium, 2003
"Großes Improvisationsvermögen und blindes Vertrauen zeichnen das Trio aus. Friedrich, Hebert und Moreno haben nicht nur eine wie immer virtuose, sondern auch gleichzeitig eine sehr beeindruckende Platte geschaffen.
Am nachhaltigsten bleibt einem sicher "Dachau" in Erinnerung, in dem das Trio seine Besichtigung des KZs Dachau musikalisch aufarbeitet. Ein verstörendes Stück."
Peggy Thiele www.jazzdimensions.de, 2003
"CD des Monats. Eine unaufgeregte, großartige Musik. "
Tom Fuchs, Piano Magazin, 2001 (CD Surfacing)
"Wie ein klarer Bach. Unglaublich wie zwischenfarbenreich das Trio Friedrich-Hebert-Moreno musizierte und dabei, trotz riesiger stilistischer Unterschiede dazu, Erinnerungen an die legendären Plattenaufnahmen des Bill Evans Trio aus dem New Yorker Club Village Vangard weckte. Die drei gaben ein Konzert wie man nur wenige im Jahr erleben darf: aufwühlend und beruhigend, gefühlvoll, verträumt, konzentriert, weiträumig und gedrängt, verrückt und konsequent, also voll von Widersprüchen und gerade dadurch ein wunderbares Erlebnis. Die Drei kommunizierten so frei, als gäbe es keine Regeln – und dabei blieben sie so diszipliniert, dass ihr Auftritt vom ersten bis zum letzten Ton harmonisch und schlüssig wirkte."
Werner Stiefele, Stuttgarter Zeitung, 2001
"Die CD Surfacing besticht durch ein transparentes Klangbild und verdichtet sich nach mehrmaligem Hören zu einem kleinen Kunstwerk. Die quasi arrangierten Kompositionen lassen viel Freiheit für das gleichberechtigt agierende Trio. Es ist dieses offene Spielkonzept, das die CD so spannend macht. Aus meist einfachen liedhaften Motiven entwickelt sich unaufgeregte Expressivität."
Reiner Kobe, Jazzpodium, 2001
"Dass das Licht über Jürgen Friedrich keine Sternschnuppe bleiben wird, scheint nach diesen beiden Alben klar. Schon "Voyage Out" portraitiert die drei Musiker als einfühlsame, musikalisch überaus ideenreiche und technisch makellose Gestalter atmosphärisch dichter Klangbilder, die sich in ihrer Individualität und Eigenständigkeit wohltuend von floskelhaften Klaviertrio-Klischees absetzen. Die Entwicklung zwischen den beiden Alben zeigt dann einmal mehr, über welches Potenzial das Trio verfügt: Mit absoluter Sicherheit und Stringenz formen Friedrich, Hebert und Moreno lange Spannungsbögen, folgen der Eigendynamik der Musik und sind doch in jeder Sekunde Herr der Lage."
Falko von Ameln, Jazzthing, 2001 (CD Surfacing)
"Das trio Friedrich-Hebert-Moreno ueberrascht mit phantasievollem, vorwiegend leisem, feinstrukturiertem wie poetisch verdichtetem Interplay (Surfacing). Eine eindrueckliche Entdeckung, fuer einmal aus Deutschland. "
Johannes Anders, Jazz`n more 2001, Schweiz
"Jürgen Friedrich hat in New York mit John Hebert, b, und Tony Moreno, dr, wunderbare Trioaufnahmen eingespielt, filigran strukturiert und fein ausbalanciert. Sie rechtfertigen die Lorbeeren vollauf, mit denen Jürgen Friedrich im In- und Ausland ausstaffiert wurde."
Tobias Böcker, Jazzpodium, 2001 (CD Voyage Out)
"Junger Jazz vom Feinsten. Die drei sind Komponisten und Virtuosen von verblüffendem Ideenreichtum und bestens aufeinander abgestimmt. Das Trio hat viel zu sagen."
Landeszeitung Lüneburg
Bits & Pieces
"Die heiterste Elektronik-Jazz-CD seit Jahren."
Werner Stiefele, Audio 10/04
Der Kölner Pianist und Keyborder Jürgen Friedrich demonstriert auf seiner neuen CD "Bits & Pieces" seine Vielseitigkeit, seine Experimentierfreude und immer wieder auch seinen Humor. Von Bierernst ist auf dieser energetischen und variantenreichen CD nicht viel zu hören.
Zu entdecken ist eine Mischung aus elektronischen Grooves, Laptop-Spielereien, klassischen Jazz-Improvisationen am Flügel, diverse akustische Soli und immer wieder auch schöne, melancholische Songs, wie z.b. seine sehr schöne Hommage an Joni Mitchell ("Joni"), gelungen interpretiert von der als Gast fungierenden Sängerin Junia Vent.
Gerade wurde noch wild und frei improvisiert, dann wieder relaxt gegroovt wie bei "Novemba", tanzbar, wie bei "Brazileira" oder lustig wie bei "Lied für mein klein Sohn", wo Friedrich den neuen Vertretern der deutschen Popkultur wie "Mia" in seiner Sprachwahl und Rhythmik in nichts nachsteht.
Begleitet wird er bei seinen Ausflügen in die vielen Bereiche der musikalischen Möglichkeiten von wichtigen und namhaften Vertretern der deutschen Szene wie Norbert Scholly an Computer und Gitarren, Philipp Rehm am Bass und Christan Thomé an den Drums. Gastauftritte haben die Saxophonisten Nils Klein und Claudius Valk und Felix Astor am Pandeiro. Eine gelungene CD.
Katja Duregger, jazzdimensions 2004
"Die Anzahl der Jazzmusiker, die sich mit elektronischer Klangerzeugung beschaeftigen waechst seit Jahrzehnten. Dennoch sind es bislang vergleichsweise wenige, die sich (aus Richtung des Jazz kommend) nicht mit einfachen Spielereien zufrieden geben. Zu jenen zaehlen Juergen Friedrich und seine Mitmusiker. Elektronik auf repetitive Rhythmusmuster zu reduzieren ist eben in etwa so sinnstiftend wie ein Klavier auf Jerry Lee Lewis. Juergen Friedrich ist bei all der Fragerei nach der Art der Tonerzeugung in allererster Linie ein Musiker, dessen Interesse auf jenem Endergebnis liegt, das man gemeinhin als Musik bezeichnet. Und so hat er es laengst hinter sich gelassen, den Einsatz eines Laptops in irgendeiner Form zu inszenieren. Gerade diese Selbstverstaendlichkeit, die der Herkunft eines Tones keinerlei Wichtigkeit zumisst (moeglicherweise aehnlich und doch vollkommen verschieden zu Medeski Martin & Wood), ist es, die Juergen Friedrichs Bits & Pieces eine besondere Frische verleiht. Die intensiven Kompositionen jedoch zeichnen vor allem ein Bild aktueller, moderner und zukunftsweisender Interpretationsmusik. Einer Form des Jazz, die vor jeder noch so gro§en Tradition zu bestehen vermag."
Enjoy Jazz Festival, 2004
"Da erlebt der gutmütige Jazzhörer doch so manche Ueberraschung. Weil Friedrich nämlich sich nicht darum schert, wie Jazz strukturiert sein sollte. Er macht sein eigenes Ding auf, nimmt sich da eine Prise atonale Musik, dort ein Stückchen House, ein paar Loops und etwas com Laptop. Bei Friedrich gibt es nichts, was es nicht gibt. (Fast) Alles. Umgerührt entsteht dann eine effektvoller, mit Klängen experimentierender Electric Jazz, der in so konsequenter, durchdachter Strategie selten ist. Mal ist die Musik äusserst sperrig, dann wieder einfach und sogar tanzbar. Bits & Pieces wirkt, als wollte Jürgen Friedrich sich mal so richtig austoben. Das hat er gemacht und es verstanden, die Tobsuchtsanfälle seinen Hörern weiterzugeben."
Klaus, Huebner, Westzeit, 9/04
"Die Juergen-Friedrich-Story geht weiter. Eben hatte man angesichts des klassischen Pianotrios, das der Koelner Pianist, Komponist und Dozent mit den New Yorkern John Hebert und Tony Moreno betreibt, einen der neuen deutschen Jazz-Gluecksfaelle begruesst, hatte Finesse, Formgespur und Improvisationskultur bewundert. Da kommt das Folgeprodukt aus einer sehr anderen Richtung. Das ist mutig und doch irgendwie konsequent plaziert vorm drohenden Abtauchen in eine sauber beschriftete Schublade. Friedrich hat sein Personal mehr als verdoppelt, tauscht den FlŸgel ueber weite Strecken gegen ein Wurlitzer E-Piano, changiert durch die Stile, elektrifiziert das Instrumentarium und mixt die Resultate hinterher ab wie eine Rockband. Er hat sich einer Szene von oben genaehert, in Experimenten, ueber die er als Komponist an keiner Stelle die Kontrolle verliert. Das vor allem macht das Seltene dieser ausbalancierten Verfremdungen aus, dieser bewusst in Vielfalt durchgehaltenen Soundscapes. Effekte reiben sich an Akustischem. Sinnliche Kopfgeburten fŸr heute, gewachsen aus alten Mustern: Jazzrock nach Hancock, Goyk nach Mari Boine, Songwriting nach Joni Mitchell, Bossa zum Wieder-Hinhoeren oder Ambient wieder im Offenen. Die Mixtur ist nicht beliebig und kann gefallen, ohne platt zu sein. Das ist viel. Nur das Hineingiessen der Kinderstimme in die Modulationsmaschine ist, bei allen Vaterfreuden, das Guten zuviel."
Ulrich Steinmetzger, Jazzthing, 9/04
Impressionen der Zukunft
Das Quartett "Bits & Pieces" erschloss wunderschöne Klangwelten.
Am zweiten Abend der Reihe "Folklore Imaginaire" zelebrierte das Quartett
"Bits & Pieces" des Kölner Pianisten Jürgen Friedrich im Loft die Entstehung
neuer, aktueller Musik. Dies geschah an diesem Abend, indem akustische mit
elektronischen Elementen gemischt und zu einem mitreißenden Werk
voller nachhaltiger digitaler und groovender Ideen verarbeitet wurden.
Eine neue qualitätsvolle "Fusion"-Zeit schien angebrochen, als sich der Gitarrist und
digitale Tüftler Norbert Scholly zusammen mit dem Schlagzeuger und
filigranen Sound-Bastler Christian Thome auf eine Reise machte, wie man sie
aus "Electric-Miles-Zeiten" gewohnt war. E-Bassist Philipp Rehm sorgte dabei
für die richtige und eindringliche Grundlage.
Jürgen Friedrich, seit Jahren bekannt durch seine großartigen Trio- und
Soloprojekte, gab mit bilderreichen Kompositionen, wie dem Ligeti gewidmeten
"Malen nach Zahlen", den Ton an, schuf zunächst auf dem "Wurlitzer" und dann
im Lauf des Abends zunehmend auf dem "Steinway" wunderschöne Melodien, die
er in großen, einfühlsamen Bögen zur Verarbeitung an seine erfindungsreichen
Partner weitergab. Einen Blick in eine vielversprechende Zukunft aktueller
improvisierter Musik gewährte die MusikTriennale damit, dieses Mal aus
Kölner Sicht.
Hans Jürgen von Osterhausen, Kölner Stadtanzeiger 19.4.2004
Jazzorchester:
"Meisterlich und höchst ambitioniert ist die Art, wie Jürgen Friedrich für Bigband arrangiert. Unablässig wechselt er Farben und Instrumente, erzeugt vielgestaltig leuchtende Klangkombinationen und bedient sich dabei einer Sprache, die in der Kombination von avancierter Harmonik und fantasievoll schweifenden Melodien auf der Höhe ihrer Zeit ist."
Rainer Köhl, Rheinpfalz, 2003
Juergen Friedrich – Quartet + Kenny Wheeler (CD Summerflood)
"Summerflood rettet den Jazz am Ende des Jahrhunderts auf vorzügliche und angenehme Weise."
Jorge Pescara, Backstage 1999
"Beste Neuentdeckung des Jahres 1998. Sollte der Landsmann von Friedrich Johannes Brahms auferstehen und Jazzmusiker werden, würde er zweifellos die verblüffende architektonische Logik von "The right mistake“ hervorheben. Gewaltiges kreatives Potential, Zugang zur Innovation und ein sehr persönliches Konzept. Eine umwerfende CD."
Arnaldo DeSouteiro, Tribuna Bis, 1998
"Die CD 'Summerflood' ist die Entdeckung dieses Sommers! Vier Musiker schaffen hier mit minimalistischen Strukturen und kammermusikalischen Nuancen eine enorme Tiefe, in der Kenny Wheeler nie den Stargast gibt, sondern beseelt unter Gleichgesinnten bewegende, hoffnungsfrohe, grandiose Musik ohne einen einzigen Mangel formt."
jazzthing, 1998
"Jürgen Friedrich ist das große, junge Kompositionstalent. Als erster Europäer gewann er den Gil Evans Preis. Große Bögen mit komplexen, feingewebten Strukturen, spannende Originalität, Ohrwurmhaftigkeit, klassische Schönheit und eine einzigartige, unverbrauchte Qualität, wie sie beim jungen Hancock anzutreffen war, sind Friedrichs Stärke. ... Standards von morgen."
Matthias Creutziger, 1998
"Satte ästhetische Klangfarben, expressive lyrische Musik, die voller Eigenständigkeit steckt, obwohl sie alle Bezüge zu den Jazztraditionen aufweist."
Südkurier, 1997 (JF-Quartett)
allgemein:
"Musikalität kann man vielen bescheinigen. Musikalisches Denken sehr viel wenigeren. Die Fähigkeit, von der eigenen instrumentalen Rolle oder Funktion zu abstrahieren und das Klangbild des Ganzen im Ohr zu haben und daran zu arbeiten, ist eine rare Qualität - und fällt deshalb umso positiver auf. Ohne daraus einen zwingenden Zusammenhang herstellen zu wollen - aber häufig zeichnet diese Sensibilität fürs Ganze Jazzmusiker aus, die auch als Komponist in Erscheinung treten und um die Eigenschaften und Eigenarten anderer Klangkörper wissen. Jürgen Friedrich zählt zu dieser erlesenen Schar. Er meistert das, was eine der schwierigsten Herausforderungen des Jazz überhaupt darstellt und woran viele scheitern: in einer interaktiven Musik, die dem eigenen Aktionsdrang soviel Raum läßt, erst zu hören, zuzuhören, dann zu agieren; in einer individualistisch geprägten Musik, die die Selbstdarstellung zwar nicht notwendigerweise fördert, aber ermöglicht, sich von jedweder solistischen Profilierungsneurose zu befreien, mit anderen Worten: die in dieser Musik angelegte Freiheit verantwortungsvoll zu nutzen. Eine Reife, die ihn auch vor anderen "Jugendsünden" bewahrt: Bei aller sophistication, bei aller inneren Logik und architektonischen Raffinesse strahlt seine Musik Sinnlichkeit aus, keine kühl-akademische Attitüde, die in hiesigen Breiten nur allzu oft ihr Unwesen treibt. Jürgen Friedrich mag nachdenklich klingen, ohne ins allzu Abstrakte abzudriften, mag ambivalente Stimmungen voller Melancholie zeichnen, ohne in Schwermut zu verfallen, hat einen untrüglichen Sinn für die alabasterne, zerbrechliche Schönheit einer einfachen Melodie, fürs Essentielle. In einem höchst anspruchsvollen Kontext diese Leichtigkeit auch für den Hörer erfahrbar zu machen, gehört zu den schwierigsten Aufgaben. Jürgen Friedrich ist ein exzellenter Pianist, Komponist, Arrangeur, Improvisator, Bandleader, Mitspieler; aber er ist eben auch mehr als die Summe all dessen: ein Musiker. Das Förderstipendium Jazz soll dazu beitragen, ihn auf diesem vielversprechenden Wege zu unterstützen. Herzlichen Glückwunsch, Jürgen Friedrich!"
Karsten Mützelfeldt, Jury Förderpreis Jazz/Improvisierte Musik 2000 Stadt Köln
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